Unterallgäu: „Lasst die Kinder träumen“

Erziehungsexperte und Buchautor Jan-Uwe Rogge kommt am Dienstag, 25. Oktober, nach
Mindelheim. Ab 19 Uhr spricht er im Forum zum Thema „Lasst die Kinder träumen“. Diesen Titel trägt auch eines seiner Bücher. Rogge plädiert darin gegen „elterlichen Förderwahn“ und erläutert, warum Phantasie wichtiger ist als Wissen. Der Experte wurde von den Organisatoren der Vortragsreihe „Rund um die Familie“ nach Mindelheim geholt. Anlass ist das 20-jährige Bestehen der Reihe. Jan-Uwe Rogge hat die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Eltern alles dafür tun wollen, ihre Kinder möglichst früh
möglichst breit kognitiv zu bilden. Für die kindliche Entwicklung sei das aber nicht entscheidend. Es komme stattdessen auf die Fähigkeit an, offen und kreativ zu denken. „Das magisch-phantastische Denken von Kindern ist die altersgemäße Form, die Welt zu begreifen und ihre Intelligenz zu entwickeln“, heißt es im Klappentext von Rogges Buch. „Mit ihrer Phantasie besitzen sie eine Sprache, die Erwachsene allzu oft nicht verstehen. Aber im richtigen Umgang damit liegt ein größeres Potential für die Persönlichkeitsbildung als in intellektueller Frühförderung.“ Eltern sollten das natürliche Denken ihrer Kinder deshalb fördern und ihnen Raum für Phantasie und Kreativität geben. Die Vortragsreihe „Rund um die Familie“ wurde im Jahr 2000 von der katholischen Jugendfürsorge, dem Unterallgäuer Kreisjugendamt und der Schwangerenberatungsstelle des Seite 2 Unterallgäuer Gesundheitsamts ins Leben gerufen. Die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen musste aufgrund der Corona-Krise verschoben werden und wird nun nachgeholt. Mit den Angeboten im Rahmen von „Rund um die Familie“ soll die Erziehungskompetenz von Eltern gestärkt werden. Die Kooperationspartner wollen Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungssituationen ansprechen und sie über Themen wie Gesundheit, Schwangerschaft, Erziehung oder Mediennutzung informieren.

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