Kempten: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2021

Bild: pixabay

Zum Zeichen gegen Gewalt an Frauen werden vor dem Rathaus, dem Verwaltungsgebäude in der Gerberstraße, an der Lorenzkirche und der St. Mang-Kirche sowie dem Haus International Fahnen „Frei leben ohne Gewalt“ ermahnen.

Das Theaterstück, die Demo und die Kundgebung, die in Kooperation mit dem Frauenhaus und Access All(gäu) Area geplant waren, müssen leider aufgrund der hohen Inzidenzwerte abgesagt werden.

Wichtig: Das bundesweite „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ bietet kostenlos, anonym und in mehreren Sprachen 24h-Beratung für Betroffene: 08000 116016 und www.hilfetelefon.de

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und beschränkten Kontaktmöglichkeiten ist es wichtig, dass Betroffene von dem Angebot erfahren. Das kann unterstützt werden, indem die kostenlosen Öffentlichkeitsmaterialien (Plakate, Flyer, Nummernkärtchen) an gut zugänglichen Orten (in Einrichtungen, in Einkaufsläden, Toiletten, öffentlichen Gebäuden, usw.) ausgelegt und ausgehängt werden. Die Materialien können kostenlos bestellt werden unter https://www.hilfetelefon.de/materialien.

Hintergrund Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen:

Gewalt gegen Frauen und Mädchen stellt die häufigste Menschenrechtsverletzung weltweit dar (UNICEF). Auch in Deutschland ist Gewalt gegen Frauen kein Randproblem. Jede dritte Frau (35%) in Deutschland hat in ihrem Leben schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt; jede fünfte (22%) war von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Partner betroffen (Quelle: Bundesfamilienministerium).

Der 25. November ist ein jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Seit zwanzig Jahren wird weltweit an diesem Tag die Wahrung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für Frauen gefordert und ein besserer Schutz vor jeglicher Art von Gewalt angemahnt.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. 

Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Bundesweit findet jedes Jahr an diesem Tag die von Terre des Femmes initiierte Fahnenaktion „Frei leben ohne Gewalt“ statt. Sie wird inzwischen von mehr als 850 Städten und Gemeinden in Deutschland  aufgegriffen und mitgetragen. So auch in Kempten.

Anzeige

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email

Anzeige

Anzeige