Hilfe für Schwangere und frischgebackene Eltern

- Seit zehn Jahren unterstützt die KoKi Schwangere und frischgebackene Eltern. Das Team besteht aus Kreszentia Gromer und Maria-Luise Bogner (rechts). Foto: Clemens Bogner

Seit zehn Jahren unterstützt die Koordinierende Kinderschutzstelle Familien im Landkreis Unterallgäu

Sie ist erste Anlaufstelle, wenn Eltern mit kleinen Kindern überfordert sind, finanzielle Probleme die Familie belasten oder Teenager schwanger werden: die Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi) am Landratsamt Unterallgäu. Seit zehn Jahren unterstützt die KoKi mittlerweile Schwangere und frischgebackene Eltern. Das Jubiläum wurde jetzt zusammen mit Partnern aus dem Netzwerk „Kinderschutz und frühe Hilfen“ gefeiert. „Wir dürfen kein Kind abhängen“, sagte stellvertretender Landrat Dr. Stephan Winter. Alle Kinder sollten unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen haben.

Wie Winter erinnerte, beschloss der Jugendhilfeausschuss im Jahr 2009 die Errichtung der Kinderschutzstelle. Am 1. Januar 2010 nahm die KoKi ihre Arbeit auf – so wie damals viele Kinderschutzstellen in Bayern. Nachdem Kindstötungen für Schlagzeilen gesorgt hatten, wurden die Stellen überall ins Leben gerufen, um solche Vorfälle zu verhindern.

Ziel der KoKi ist es, Überforderungssituationen von Eltern und andere Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Hilfsangebote aufzuzeigen. Kreszentia Gromer und Maria-Luise Bogner von der KoKi beraten werdende Eltern beziehungsweise Familien mit Kleinkindern bis drei Jahre bei Bedarf. Die Beratung erfolgt unter Einhaltung der Schweigepflicht und wird auf Wunsch auch anonym durchgeführt. Die beiden Fachfrauen machen Haubesuche, begleiten zu Terminen und Ämtern, helfen in einer Krise und vermitteln zu anderen Einrichtungen weiter. Zur Unterstützung setzt die KoKi auch Familienpaten, Familienhebammen oder Kinderkrankenpflegerinnen ein. Außerdem ist die KoKi zum Beispiel Mitveranstalter eines Babysitterkurses und eines Elterncafés in Mindelheim und Babenhausen.

In den vergangenen Jahren hat die KoKi auch das Netzwerk „Kinderschutz und frühe Hilfen“ aufgebaut. Die KoKi hat sich darin mit verschiedenen Akteuren aus dem Gesundheits- und Erziehungsdienst zusammengeschlossen, um noch besser zusammenzuarbeiten. In diesem Kreis wurde auch das Jubiläum gefeiert – mit einem Fachvortrag von Präventologe Jürgen Schuster. Dieser sprach über das Thema „Vorbereitet sein. Eltern und Kind einen guten Start ermöglichen. Mentale, psychische und körperliche Stützpfeiler für die ersten drei Lebensjahre“.

Die KoKi befindet sich im ehemaligen Maristeninternat, Champagnatplatz 4, in Mindelheim, Telefon (08261) 995-402 oder -408. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.unterallgaeu.de/koki

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