was nicht im Heft steht

Nicht immer schaffen es alle Nachrichten ins gedruckte Magazin. Was keinen Platz mehr hatte, gibt es hier zu lesen:


Für taffe Mädchen

Die Autorin Britta Sabbag hat mit Fritzi Klitschmüller eine Romanfigur ins Leben gerufen, welche aus ihrem turbulenten Alltag erzählt. Die neunjährige Fritzi möchte statt des hübschen Kleides lieber ein Skateboard zum Geburtstag. Doch ihre Mama findet, das sei viel zu gefährlich. Aber Fritzi lässt sich nicht so schnell von ihrem Wunsch abbringen. Sie findet, das Rollgeräusch der Skateboardräder ist das beste Geräusch der Welt. Zusammen mit ihrem besten Freund Thies schmiedet sie Pläne, das heißersehnte Skateboard doch noch zu bekommen. Außerdem ist da auch noch die ungeliebte Cousine Shakira, mit der Fritzi sich auseinandersetzen muss. An der mag sie so überhaupt gar nichts. Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet, es hat 132 Seiten, welche auch immer wieder bebildert sind. Mit dieser Lektüre können auch Punkte für Antolin gesammelt werden. Ein zweiter Band ist ebenfalls erhältlich.

Interessiert? Leseproben zum Buch sind bei uns im obacht Laden in der Kempter Straße 6 in Memmingen und an unserem Lust-auf-Lesen-Stand erhältlich.

Fritzi Klitschmüller, Britta Sabbag, Planet Verlag, ISBN 978-3-522-50540-6, 9,99 Euro







Ein wirklich erstaunliches Ding, von Hank Green

Dieses Hörbuch aus dem Amerikanischen ist für Eltern und ältere Geschwister. Es ist ein Science Fiction Roman, das Thema könnte nicht aktueller sein. Es geht um Soziale Netzwerke, und vor allem um die Folgen von deren Nutzung.

Mit ein paar Klicks verändert sich das Leben von April May, einer jungen Frau in New York. Sie sieht auf ihrem nächtlichen Heimweg durch die Stadt eine riesige Roboterfigur. Und weil man das heute so macht, wenn man etwas Besonderes entdeckt, dreht sie ein kurzes Video und stellt es ins Netz. Schon am nächsten Morgen hat sie jede Menge Clicks. Was dann in den folgenden Tagen geschieht, erscheint ihr unglaublich. Sie bekommt Interviewanfragen und hat plötzlich eine Menge Geld. Diese plötzliche Berühmtheit, nur durch ein zufällig gedrehtes Video, verändert ihr Leben in rasender Geschwindigkeit. April kann diese Dynamik nicht mehr aufhalten.

Ein wirklich erstaunliches Ding, Hank Green, Hörbuch Hamburg, 2 mp3-CDs, ISBN 978-3-95713-151-5, ca. 17,00 Euro




To keep you safe

Warum wir leben

von Judit Müller

Naturkatastrophen und ihre Folgen sind ein aktuelles Thema. Das Szenario, welches die junge Autorin Judith Müller in Ihrem Roman beschreibt, ist eine von vielen Möglichkeiten, wie die Zukunft aussehen könnte.

Eine 17-jährige muß sich mit ihren zwei kleineren Geschwistern in einer Welt durchschlagen, in der es keine geregelte Versorgung mehr gibt. Viele Dörfer und Städte existieren nicht mehr, und auch geliebte Menschen sind nicht mehr da. Die drei haben einen langen Weg, bis sie sich wieder in relativer Sicherheit niederlassen können. Und bis es soweit ist, hilft Ihnen nur der Glaube daran, daß es besser werden kann.

Dieses Buch beschwört Endzeitstimmung. Es zeigt Gefahren und Tod, aber auch Zusammenhalt und Menschlichkeit. Die Hauptdarsteller müssen einiges durchmachen, und sich auch darüber klar werden, wie sie in Zukunft leben wollen.

Die Autorin Judit Müller, geb. 1996, stammt aus dem Allgäu. Ihr Debütroman ist ab 14 Jahren empfohlen, somit für ältere Geschwister oder auch für die Eltern lesbar. Erschienen ist das Buch im A Tree & A Valley Verlag, ISBN 978-3-947357-09-3, 10,50 Euro

 



Tom Gates, Voll auf den Keks, Liz Pichon, Schneiderbuch Egmont, ISBN 978-3-505-14219-2, 12,00 Euro

veröffentlicht am 12.12..2018

Kekse - aber immer

Tom hat es diesmal nicht ins Heft geschafft, trotzdem eine obacht Empfehlung, weils einfach lustig ist:

Tom Gates lässt es wieder voll krachen. Natürlich weiß er ganz genau, dass man nicht im Tagebuch seiner Schwester liest, welche davon auch nicht sonderlich begeistert ist. Und er muss ja auch noch einen  Megahit für seine Band schreiben. Das geht nur, wenn man nebenbei viele Kekse isst. Die hat Papa immer in seiner Dose gelagert, an einem geheimen Platz, versteht sich. Nebenbei wird noch ordentlich selbsst gekritzelt, Platz genug dafür ist im 14. Band der Buchreihe auf jeden Fall. Im gewohnten Comicstil berichtet der chaosverbreitende Tom wieder aus seinem actionreichen Leben. Spaßgarantie für die jungen Leser. Das Buch hat wie gewohnt Hardcover, 272 Seiten. Geeignet ist es für Jungs ab ca. 8 Jahren.



Aus den vielen kreativen Wortspenden der Kinder bei unseren Veranstaltungen schreiben wir echt verrückte Geschichten. Die vollständigen Storys gibt es hier online.

Lies die Geschichten und finde deine Idee wieder:



In Kürze hier zu lesen: Nils, Charlotte und das Geheimnis der Eishockeyspieler!


Die wilde Geschichte

Als ich heute aus dem Kino kam, ist mir was ganz Verrücktes passiert.

Ich verließ gerade mit meiner besten Freundin Charlotte das Kino. Wir wollten draußen auf dem Parkplatz noch ein wenig quatschen, während wir auf meine Mutter warteten, die uns nach Hause fahren sollte.

„Mensch Nils,“ flüsterte Charlotte aufgeregt und stieß mich mit dem Ellbogen in die Seite, „im Kino habe ich einen Hasen gesehen!“ Ich schaute sie erstaunt an. „Echt, ich sags dir nur ganz heimlich. Die anderen würden mich für verrückt erklären. Aber das war ganz sicher ein Hase, der da durch den Kinosaal gehoppelt ist.“ „Alles klar,“ sagte ich, „wahrscheinlich, während ich mich runtergebeugt hatte, um meine Popcorntüte und den Colabecher aufzuheben,“ und winkte ab. Charlotte hatte oft verrückte Einfälle, deswegen wunderte ich mich nicht zu sehr. Mehr Sorgen machte ich mir darüber, ob mich nicht gleich jemand vom Kinopersonal anspricht und sagt, wir sollen reingehen und den Boden wischen. Meine Cola war noch ziemlich voll, aber irgendwie ist sie mir einfach aus der Hand gerutscht.

Ich schaute mich um und hielt Ausschau nach meiner Mutter. Da klopfte mir plötzlich ein Transformer auf die Schulter und fragte uns, ob wir mit zum Mond fliegen wollten. „Sind wir jetzt im Film, das ist ja unglaublich,“ sagte Charlotte. „Nein,“ sagte der Transformer und kraulte das Kaninchen auf seinem Arm. „Ich war nur grad in der Nähe und dachte, ich frag euch mal.“

„Ich glaub, mich küsst der Nussknacker,“ sagte ich. Charlotte fand die Idee jedoch gut, besser als jeden Sonntag nur Lego bauen. Ich machte mir Sorgen, was meine Mutter dazu sagen würde. „Kein Problem,“ sagte unser neuer großer Roboterfreund, „mein Kumpel Gero kann deine Mom in eine Zeitblase setzten, sie wird nix merken.“

Mit wurde schwindlig bei dem Gedanken, aber meine Freundin Charlotte hat weder Angst vor Tigern, noch vor Monstern oder gar einem Zombieüberfall. Der Transformer verwandelte sich in einen Jet und nahm uns als Handgepäck mit.

Auf dem Mond angekommen platzten wir in eine große Party. Auf der Tanzfläche gab es gerade eine coole Break Dance Vorstellung. Transformer kannte dort wohl jeden, und so stellte er uns anschließend den drei Tänzern Mika, Maira und Leo vor. „Wollt ihr Nudeln oder lieber was von McDonalds?“ fragte mich Leo. „Ähm,“ sagte ich nur. Maira schüttelte mir die Hand und sagte, sie sei ein Rockstar. „Schön,“ sagte ich, „ich bin Nils.“ Der ganze Rummel verwirrte mich wirklich. Charlotte dagegen fühlt sich sehr wohl, ging zwischendurch mal auf die Toilette und spielte Glücksrad.

Da ich keinen Stuhl fand, setzte ich mich auf einen Tisch. Leider ging der dabei kaputt. Gleich kamen ein Elefant und ein Leopard um die Ecke und klärten mich auf, dass hüpfen und turnen hier verboten sei. Ich versicherte ihnen, dass ich nichts dergleichen getan hatte und bat sie, doch nicht alles gleich so schwarz und weiß zu sehen. Ich hatte wirklich keine Gewalt angewendet. Sie waren wohl so eine Art Sicherheitspersonal und zeigten mir ein mit Stiften gemaltes Verbotsschild.

Ich schaute mich nach Charlotte um. Sie winkte mir begeistert zu und rief „Schau Nils, hier gibt es sogar Vögel.“ Neben ihr standen ein Truthahn und ein Adler. Charlotte war auch wirklich für alles zu begeistern.

Mir fiel ein, dass ich zu Hause noch dringend mit meinem Hund Milo rausgehen musste. Deshalb fragte ich den Transformer, ob wir nun wieder zum Kino zurückreisen könnten. „Kein Problem,“ sagte der. Wieder klemmte er sich Charlotte und mich unter den Arm, und los gings.

Zurück auf dem Parkplatz kam gerade meine Mutter im Auto angefahren. „Na das Kino war heute aber aufregend. Ihr seht ganz geschafft aus,“ begrüßte sie uns. „Ja, der Film heute war echt heftig,“ antwortete ich.

Das Märchen

Als ich heute aus dem Kino kam, ist mir was ganz Verrücktes passiert.

„Steig ein, Giulia,“ sagte mein Vater gerade und hielt mir auf dem Parkplatz die Autotür auf. Da sah ich am Himmel, wie die Zuckerfee auf ihrem fliegenden Pferd am Himmel zwischen den Wolken ritt.

„Komm, Prinzessin Giulia,“ rief sie mir zu. Und schon trug ich ein wundervolles Kleid und fand mich im Zaubergarten wieder, mitten in einem wundervollen Märchenland.

Mit meiner Freundin Zuckerfee war ich dort, um gemeinsam die Tiere zu versorgen. Das Einhorn und das Pony Eika wieherten schon laut, als wir ankamen. Auch die weiße Gans schnatterte aufgeregt. „Was ist denn nur los?“ frage ich die Tiere, deren Sprache ich verstand. „Nora, die kleine Katze, sie ist verschwunden,“ erzählte Eika. „Sie war den ganzen Tag noch nicht im Park.“

„Macht euch keine Sorgen,“ sagte die Zuckerfee. „Ich habe ein großes Pferd und werde gleich losreiten, um unser Kätzchen zu finden.“ Sie lief zum Pferdestall und ritt los. Zuckerfee war noch nicht lange weg, da begann es zu regnen, und bald kam der erste Schnee. Die Tiere und ich machten uns Sorgen.

Einen halben Tagesritt vom Zaubergarten, beim großen Felsen, der Glücksherz genannt wurde, stieg Zuckerfee vom Pferd. Sie legte ihre Hand auf den Stein und sprach „Glücksherz, sag mir, wo die Katze Nora ist. Wir sorgen uns um sie.“ Glücksherz schimmerte ganz zauberhaft, und die Fee hörte eine Stimme. „Nicht weit von hier, auf dem hundertjährigen Baum, wirst du Nora finden.“

Und tatsächlich, Zauberfee traf auf das Kätzchen. „Nora, komm mit mir nach Hause. Es ist kalt, und deine Freunde vermissen dich,“ sagte die Fee. „Aber ich habe heimlich von der Pizza genascht,“ sagte Nora leise. „Mach dir keine Sorgen, Mama und Papa haben dich trotzdem lieb,“ erwiderte die Zauberfee.

So war Nora beruhigt und ritt mit Zauberfee auf ihrem großen Pferd zurück nach Hause. Ich hatte bereits Spaghetti gekocht. Zusammen feierten wir ein großes Fest.

Ich musste dann schnell zurück zum Kinoparkplatz, aber wenn Zuckerfee und die Tiere noch nicht müde sind, dann feiern sie noch heute.



 
 
 
 
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